Jugend debattiert

Mit starken Argumenten: Laureen Merz ist beim Regionalentscheid „Jugend debattiert“ erfolgreich

Stellung beziehen, Argumente formulieren, im Gespräch interagieren – dies sind wichtige Kompetenzen, die jeder junge Mensch in seinem späteren Leben benötigen wird. Dass der Erwerb dieser Fähigkeiten mit viel Spaß und Freude verbunden sein kann, haben Schüler und Schülerinnen des 9. und 10. Jahrgangs der KRS in den letzten Monaten durch das bundesweit größte Schulprojekt „Jugend debattiert“ erfahren dürfen.

Nach einer Phase des Trainings im WPU-Kurs und nachdem sie sich auf Schulebene durchgesetzt hatten, durften Laureen Merz (10c) und Luke Weitzel (10b) die KRS beim Regionalentscheid am 02.03.2020 am Grimmelshausen Gymnasium vertreten. Unterstützt wurden sie dabei von den begleitenden Lehrerinnen Stefanie Gahmig und Manuela Wachsmuth sowie von einem Teil ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.

Insgesamt sechs Schulen entsandten ihre Schulsieger zum Regionalentscheid. Neben der KRS nahmen das Grimmelshausen Gymnasium, die Kopernikusschule, das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, die Henry-Harnischfeger-Schule und die Friedrich-August-Genth-Schule an dem Wettbewerb teil.

In diesem Wettbewerb läuft das Streitgespräch stets nach dem gleichen Schema ab: Über eine Soll-Frage wird jeweils zu viert debattiert: Zwei Debattanten vertreten die Pro-Seite und die beiden anderen Debattanten die Kontra-Seite. In der Eröffnungsrunde erläutert jeder Teilnehmer in zwei Minuten die Themenfrage aus seiner Sicht. Die darauffolgende freie Aussprache dauert zwölf Minuten. Hier werden im offenen Gesprächsverlauf weitere Argumente genannt, miteinander verglichen und gegebenenfalls entkräftet. In der Schlussrunde haben die vier Debattanten jeweils noch einmal eine Minute Zeit, die Streitfrage ein zweites Mal ohne Unterbrechung zu beantworten. Anschließend werden die Teilnehmer der Debatte von geschulten Juroren anhand folgender Kriterien bewertet: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Laureen und Luke stellten zunächst in zwei Qualifikationsrunden ihr Können unter Beweis. Die finalen Themen hätten auch viele Erwachsene ins Schwitzen gebracht. „Soll die Schule Schülerinnen und Schüler besonders belohnen, die sich in ihrer Freizeit gesellschaftlich engagieren?“ hieß das Thema der ersten Qualifikationsrunde für die Sekundarstufe I. In der zweiten Runde setzten sich die Debattanten mit der Frage „Soll Randalierern bei Sportveranstaltungen der Führerschein entzogen werden?“ auseinander.

Nachdem die Schüler beide Qualifikationsrunden hinter sich gebracht und die Juroren die Punkte ausgewertet hatten, wurden in der Aula des Grimmelshausen Gymnasiums die Finalisten verkündet. Zur großen Freude ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler sowie der begleitenden Lehrerinnen hatte sich Laureen Merz in den Qualifikationen gegenüber ihren Konkurrenten durchgesetzt und zog als eine von vier Teilnehmerinnen ins Finale ein.

„Sollen Windräder näher an Wohnsiedlungen errichtet werden dürfen?“ lautete hier die Themenfrage. Aus den Vorrunden waren die Schülerinnen und Schüler schon gut geübt in den Anforderungen, die eine 24-Minuten-Debatte an ihr rhetorisches Talent stellt.

Am Ende belegte Laureen Merz in der Sekundarstufe I den vierten Platz. Steffen Freytag (Regionalkoordinator des Main-Kinzig-Kreises) gratulierte ihr und den anderen Finalisten zu ihrem Erfolg und überreichte ihnen Urkunden als Würdigung ihrer Leistung.

Schulleiter Michael Neeb zeigte sich erfreut und erklärte zufrieden lächelnd, dass er nicht damit gerechnet habe, dass die Kreisrealschule ihren Erfolg aus dem letzten Jahr wiederholen könne.

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